Es gibt ein Muster, das wir öfter beobachtet haben, als wir zählen können.
Ein neues Thema wird zum Hype. Mal ist es KI. Davor war es Blockchain, davor digitale Transformation, davor Agilität. Das Label spielt kaum eine Rolle. Was zählt, ist, was danach passiert.
Innerhalb von Wochen ist der Markt voll mit Experten. Berater, die die Whitepapers gelesen, die Konferenzen besucht und Slide-Decks gebaut haben, die das Ganze unvermeidlich und selbstverständlich wirken lassen. Der Pitch ist poliert. Die Roadmap ist sauber. Das Business Case ist überzeugend.
Also unterschreibt der Kunde. Das Projekt beginnt. Eine erste Version geht live.
Und dann passiert etwas Interessantes.
Die Nutzer probieren es aus. Echte Nutzer, mit echten Workflows, echten Sonderfällen und echter Frustration. Dinge, die nie in den Anforderungen standen, tauchen plötzlich auf. Die elegante Lösung trifft auf die chaotische Realität des Tagesgeschäfts – und die Lücke ist größer als erwartet.
Das ist der Moment der Wahrheit. Und genau hier haben wir beobachtet, wie zwei Dinge passieren – fast ausnahmslos.
Option eins: Die Berater verlieren das Interesse. Plötzlich sind sie sehr beschäftigt mit anderen Projekten. Das Folgemeeting wird verschoben. Die Ticket-Queue wächst. Der Kunde bleibt mit etwas zurück, das halb funktioniert und vollständig verwirrt – und hat niemanden mehr, den er anrufen kann und der es wirklich versteht.
Option zwei: Ein neues Projekt wird vorgeschlagen. Nicht um die bestehende Lösung zu reparieren – das würde bedeuten, einzugestehen, dass sie Probleme hat – sondern um sie durch etwas Neueres, Besseres, Fortschrittlicheres zu ersetzen. Die Schwächen von Version eins werden zum Verkaufsargument für Version zwei.
In beiden Fällen wird das ursprüngliche Problem nie wirklich gelöst.
Wir haben unsere Praxis rund um den Moment aufgebaut, in dem alle anderen gehen.
Wir sind nicht hier, um Ihnen eine Vision zu verkaufen. Wir sind da, wenn die Beta live ist, die Akzeptanz niedrig ist und das Team leise fragt, was eigentlich schiefgelaufen ist. Wir schauen uns an, was Sie bereits haben. Wir klären, ob es wirklich kaputt ist – oder ob es nur schlecht konfiguriert, schlecht dokumentiert oder den Leuten, die es nutzen sollen, schlecht vermittelt wurde.
Manchmal war das Konzept gut. Die Umsetzung hat nur ein paar kritische Details verfehlt, die erst unter realen Bedingungen sichtbar werden. Einige gezielte Korrekturen – und plötzlich funktioniert die Sache.
Manchmal war der Ansatz von Anfang an falsch – aber auch dann lautet die Antwort selten: „Wegwerfen und neu beginnen." Meistens ist es: Verstehen, was richtig war - das wird erhalten - und reparieren, was nicht richtig lief.
Ist es wirklich kaputt? Oder braucht es nur etwas Reparatur?
Diese Frage klingt einfach. Aber sie ehrlich zu stellen – und dann zu beantworten, ohne ein kommerzielles Interesse am Ergebnis zu haben – ist seltener, als es sein sollte.
Genau das tun wir. Denn wir wissen: Nur zufriedene Kunden kommen wieder.